X2 und X2 Ultra sehen ähnlich aus, sind technisch aber keine austauschbaren Varianten. Der Ultra ist schwerer, hat 30 statt 25 Freiheitsgrade, LiDAR, RGB-D, Orin NX und unterstützt Sekundärentwicklung. Der deutsche B2B-Richtwert für den X2 Ultra beträgt 44.820 Euro netto ab Werk; Fracht, Zoll und Steuern kommen hinzu.

Der AgiBot X2 ist ein etwa 1,31 Meter großer, kompakter Humanoid für Interaktion, Bildung, Forschung und Vorführungen. Gerade weil beide Varianten denselben Namen und dieselbe Grundform tragen, entstehen in Preislisten und Vergleichsartikeln leicht falsche Mischspezifikationen. Diese Produktakte behandelt X2 und X2 Ultra getrennt.

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In diesem Artikel

X2 und X2 Ultra im direkten Vergleich

Merkmal X2 X2 Ultra Bedeutung
Größe 1.310 × 460 × 210 mm 1.310 × 460 × 210 mm gleiches Format
Gewicht ca. 35 kg ca. 39 kg Ultra trägt zusätzliche Hardware
Freiheitsgrade 25 30 Ultra: Hals und 7-DoF-Arme
Wahrnehmung Interaktionskamera; kein LiDAR/RGB-D 3D-LiDAR, RGB-D, zusätzliche RGB-Kameras relevant für Navigation und räumliche Aufgaben
Rechner 2 × RK3588 2 × RK3588 plus Orin NX, 157 TOPS mehr Reserve für lokale Modelle
Akku ca. 500 Wh ca. 500 Wh bis ca. 2 h bei 0,5 m/s laut Hersteller
Sekundärentwicklung nicht unterstützt unterstützt entscheidend für eigene Anwendungen
Endeffektoren nicht wie Ultra ausgelegt OmniHand/OmniPicker optional nicht im Standardumfang

Preis in Deutschland und tatsächlicher Endpreis

Dögel nennt 44.820 Euro netto ab Werk als unverbindliche Preisempfehlung für den X2 Ultra. Die Seite richtet sich an Gewerbetreibende, Behörden und juristische Personen; eine Warenkorbanfrage ist noch kein Kaufvertrag. Fracht, Zoll und Steuern sind ausdrücklich nicht enthalten. Damit ist der Betrag ein Beschaffungsanker, kein betriebsbereiter Endpreis.

Zum Budget gehören mindestens Transport und Versicherung, Einfuhrabgaben, Umsatzsteuer, Inbetriebnahme, Sicherheitsbewertung, Endeffektor, Entwicklungszeit, Ersatzakku, Schulung und Wartung. Bei einem Pilotprojekt kann Integration schnell relevanter werden als die Hardware. Angebote sollten deshalb Gerät, Optionen, Softwarestand, Supportreaktion und Abnahmekriterien einzeln ausweisen.

Was „autonom“ beim X2 bedeutet

AgiBot beschreibt für den X2 Ultra autonome Navigation, Hindernisvermeidung und optionales automatisches Laden. Die Produktseite grenzt zugleich ab, dass diese Funktionen für den Basis-X2 nicht gelten und die Ultra-Variante kundenspezifisch angepasst werden kann. Eine solche Funktionsbeschreibung beweist noch keine autonome Ausführung beliebiger Arbeitsaufgaben.

Für einen belastbaren Test wären Route, Geschwindigkeit, Hindernisse, Zahl der Wiederholungen, menschliche Eingriffe, Recovery nach Fehlern und Verhalten bei Personenverkehr zu dokumentieren. Die genannte Laufzeit von rund zwei Stunden gilt für Gehen mit 0,5 m/s und ist kein Schichtwert für Manipulation, Sprache, Rechenlast und Standzeiten.

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Bewegung, Hände und Nutzlast

Beide Varianten erreichen laut Datenblatt bis zu 1,8 m/s, typisch höchstens 0,8 m/s. Pro Arm nennt AgiBot maximal 3 Kilogramm in bestimmten Haltungen und höchstens 1 Kilogramm über den vollen Bewegungsbereich, jeweils ohne Endeffektor. Diese Einschränkung ist wichtiger als der Maximalwert: Greifergewicht, Hebelarm und dynamische Bewegung reduzieren die praktisch nutzbare Last.

Die Hände im Marketingmaterial sind nicht automatisch enthalten. OmniHand und OmniPicker sind laut Hersteller nur mit dem Ultra kompatibel, optional und separat zu erwerben. Käufer sollten Greifer, taktile Sensorik, Traglast, Fingersteuerung und verfügbare Software als eigene Positionen bestätigen lassen.

Für wen der X2 Ultra sinnvoll ist

  • Forschungs- und Bildungsteams, die einen kompakten zweibeinigen Roboter mit Sensorik und Entwicklungszugang benötigen.
  • Unternehmen, die Interaktion, Navigation oder Präsentationen als klar abgegrenzten Pilot testen.
  • Integratoren, die Endeffektoren, Workflows und Sicherheitslogik selbst entwickeln können.

Weniger geeignet ist er als sofort produktiver Universalmitarbeiter. Fehlende unabhängige Dauerbetriebsdaten, geringe Armnutzlast und die kurze spezifizierte Laufzeit begrenzen industrielle Versprechen. Für feste Hallenprozesse kann ein radbasierter G2 oder klassische Automation wirtschaftlicher sein.

Häufige Fragen

Ist der X2 Ultra ein Testgerät für Privathaushalte?

Die aktuelle deutsche Preis- und Vertriebsdarstellung richtet sich primär an Organisationen. Sicherheit, Support und ungeklärte Alltagsfunktionen sprechen gegen einen spontanen Privatkauf.

Ist der X2 ohne Fernsteuerung autonom?

Die Ultra-Produktseite nennt autonome Navigation. Das darf nicht mit autonomer Erledigung jeder Manipulationsaufgabe gleichgesetzt werden. Der mitgelieferte Controller zeigt außerdem, dass manuelle Steuerung Teil des Systems bleibt.

Was ist vor einer Bestellung schriftlich zu klären?

Exakte Variante, Endeffektor, Lieferumfang, Software- und SDK-Zugang, CE-Unterlagen, Lieferzeit, Incoterms, Zoll, Support, Ersatzteile und die Abnahme des eigenen Use Cases.

Weiter im AgiBot-Dossier

Quellen

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Nico Nuss [Bildinhalt mit KI erstellt]

Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit Mobile Computing und Automatisierungssoftware. Seine langjährige Erfahrung und sein ausgeprägtes Interesse an Zukunftstechnologien bilden die Grundlage seiner Arbeit zu Robotik und künstlicher Intelligenz.