Öffentlich sichtbare Deutschlandpreise sind selten und meist netto. Der X2 Ultra wird mit 44.820 Euro netto ab Werk gelistet, der G2 mit 138.955,95 Euro netto. Das sind keine vollständigen Projektpreise: Fracht, Zoll, Steuer, Endeffektoren, Integration, Sicherheit, Schulung und Wartung müssen hinzugerechnet werden.

Die Frage „Was kostet ein AgiBot?“ hat ohne Modell, Ausstattung und Einsatz keine seriöse Ein-Zahl-Antwort. Ein kompakter X2, ein Vollformat-A3 und der 185 Kilogramm schwere G2 sind unterschiedliche Produkte. Zudem wechseln Preise, Händler und Konfigurationen. Diese Übersicht zeigt deshalb Preisstatus und fehlende Kostenbestandteile.

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In diesem Artikel

Öffentlich auffindbare Preisanker

Modell Quelle Preisstatus Nicht enthalten / offen
X2 Ultra Dögel, Deutschland 44.820 € netto, unverbindlich, ab Werk Fracht, Zoll, Steuern; Optionen und Integration
G2 Unchained Robotics 138.955,95 € exkl. MwSt.; Leasing ab 1.000 €/Monat genannt konkrete Rate/Laufzeit, Integration und Service
A3 / A3 Ultra Herstelleranfrage kein belastbarer deutscher Listen-Endpreis Konfiguration, Hände, Akkus, Software, Lieferung
weitere A-, D1- und G-Varianten Händler-/Herstelleranfrage modellabhängig exakte Variante und Verfügbarkeit

Vom Nettopreis zum Projektbudget

  1. Hardware: Roboter, Hände oder Greifer, Sensoroptionen, Akkus, Lade- oder Dockingstation.
  2. Logistik: Verpackung, Gefahrgutakku, Frachtversicherung, Zollabwicklung und Einfuhrabgaben.
  3. Integration: Prozessanalyse, Software, Datenerfassung, Tests, Schnittstellen und Abnahme.
  4. Sicherheit: Risikobeurteilung, Schutzmaßnahmen, Dokumentation, Unterweisung und gegebenenfalls Prüfungen.
  5. Betrieb: Wartung, Ersatzteile, Remote-Support, Reisen, Ausfallreserve, Updates und interne Betreuung.

Für deutsche Unternehmen kommt auf Nettopreise grundsätzlich die steuerliche Behandlung hinzu. Ob und wie Zoll anfällt, hängt von Ware, Ursprung, Einreihung und Lieferbedingung ab. Die Redaktion ersetzt keine Zoll- oder Steuerberatung; entscheidend ist ein schriftliches Angebot mit Incoterms und Warennummer.

Kauf, Leasing oder RaaS

Kauf schafft Zugriff auf Hardware und kann für Forschung sinnvoll sein, verlagert aber Technologie- und Restwertrisiko zum Käufer. Leasing verteilt Zahlungen, löst jedoch weder Integration noch Leistungsrisiko. Robotics-as-a-Service kann Wartung und Verfügbarkeit besser abbilden, ist bei neuen Modellen aber nicht überall standardisiert.

Verglichen werden sollten Gesamtzahlungen, Mindestlaufzeit, Nutzungsgrenzen, Softwarelizenzen, Datenrechte, Service-Level, Austauschgerät und Kündigungsfolgen. Eine niedrige Monatsrate ohne diese Parameter ist kein belastbarer Kostenvergleich.

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So sollte eine Anfrage aussehen

  • Vollständige Modell- und Hardwarebezeichnung mit Serienstand.
  • Lieferumfang einschließlich Endeffektor, Akkus, Ladegerät und Controller.
  • Preis netto und brutto, Währung, Incoterms, Fracht, Zoll und Liefertermin.
  • Softwareversion, SDK, Cloud-/Offline-Abhängigkeit und Updatesupport.
  • CE-Konformitätsunterlagen für exakt die angebotene Konfiguration.
  • Garantie, Ersatzteilversorgung, Reparaturort und Reaktionszeit.
  • Abnahmetest am eigenen Prozess mit Erfolgs- und Eingriffskriterien.

Beispiel einer TCO-Prüfung

Für einen 12-monatigen Piloten werden nicht nur Anschaffung und Entwicklung addiert. Zusätzlich gehören interne Projektstunden, Produktionsunterbrechungen, Sicherheitsmaßnahmen, Schulung, Ersatzteile, Netzwerkbetrieb und Rückbau ins Modell. Auf der Nutzen-Seite stehen vermiedene Umrüstzeit, zusätzliche Produktionsstunden, weniger Ausschuss oder eine Aufgabe, die vorher gar nicht automatisierbar war.

Eine pauschale Rechnung „Kaufpreis geteilt durch Personalkosten“ unterschlägt Betreuung und Prozessunterschiede. Sinnvoller ist Kosten pro erfolgreich ausgeführtem Zyklus bei definierter Qualität und Verfügbarkeit.

Häufige Fragen

Sind 44.820 Euro der Endpreis des X2 Ultra?

Nein. Dögel bezeichnet den Wert als netto, unverbindlich und ab Werk; Fracht, Zoll und Steuern kommen hinzu.

Ist der G2 in Deutschland kaufbar?

Ein deutscher Händler listet ihn mit Preis und Anfragefunktion. Lieferzeit, Konfiguration und Projektumfang müssen individuell bestätigt werden.

Warum nennt AgiBot oft keinen Preis?

Industrie- und Forschungsroboter werden häufig konfiguriert und integriert. Das erschwert Listenpreise, macht transparente Angebotsbestandteile aber umso wichtiger.

Weiter im AgiBot-Dossier

Quellen

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Nico Nuss [Bildinhalt mit KI erstellt]

Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit Mobile Computing und Automatisierungssoftware. Seine langjährige Erfahrung und sein ausgeprägtes Interesse an Zukunftstechnologien bilden die Grundlage seiner Arbeit zu Robotik und künstlicher Intelligenz.