Als bevorzugte Quelle bei Google hinzufügen

Für den G1 von Unitree gibt es keinen einzelnen Deutschlandpreis. Entscheidend sind Variante, Entwicklungszugang, Hände und Händlerleistung. Ein Basic für Vorführungen und ein EDU für Greifforschung sehen ähnlich aus, lösen aber unterschiedliche Aufgaben – und stehen entsprechend unterschiedlich auf der Rechnung.

Als konkrete Händlerbeispiele nennt Reichelt für den G1 Basic 27.220 Euro und für den G1 EDU U1 37.360 Euro, jeweils einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer und zuzüglich Versand. Das sind Angebotspreise dieser Konfigurationen, keine verbindliche Untergrenze für den gesamten Markt.

Anzeige
In diesem Artikel

Was kostet der G1 – und welcher Preis ist vergleichbar?

Angebot Genannter Preis Einordnung für deine Kalkulation
G1 im offiziellen Unitree-Shop 13.500 US-Dollar Internationaler Basic-Preis; Versand, Einfuhrabwicklung und anwendbare Abgaben zusätzlich prüfen
G1 Basic bei Reichelt 27.220 Euro inklusive 19 % MwSt. Deutsches Händlerangebot; Versand zusätzlich, Entwicklungszugang nicht enthalten
G1 EDU U1 bei Reichelt 37.360 Euro inklusive 19 % MwSt. Konkrete EDU-Ausführung; Hände, Rechenmodul und Schnittstellen anhand der Artikelnummer bestätigen lassen

Die Preise findest du im offiziellen Unitree-Shop sowie auf den Reichelt-Seiten für G1 Basic und G1 EDU U1. Prüfe dort auch Kundengruppe und Lieferbedingungen: Reichelt nennt für das EDU-Angebot gewerbliche Kunden, Institutionen und Behörden.

Ein Dollarpreis lässt sich nicht durch Währungsumrechnung in einen deutschen Endpreis verwandeln. Bei Direktimport kommen unter anderem Transport, Einfuhrabwicklung und anwendbare Abgaben hinzu. Ein Händlerangebot kann andere Service- und Konfigurationsleistungen enthalten. Lass dir diese Unterschiede aufschlüsseln, statt zwei ungleiche Warenkörbe miteinander zu vergleichen.

Basic oder EDU: Entscheide nach deinem Projekt

Für vorgegebene Bewegungen und Demonstrationen kann Basic passen. Unitree weist im eigenen Shop ausdrücklich darauf hin, dass diese Version keine Sekundärentwicklung unterstützt. Wenn du eigene Regelung, Robotiksoftware oder KI-Integration planst, ist das eine entscheidende Einschränkung.

Für Forschung und eigene Entwicklung ist eine passende EDU-Konfiguration vorgesehen. „EDU“ allein beschreibt aber noch keinen vollständigen Lieferumfang. Wer nur Fortbewegung untersucht, benötigt eine andere Ausstattung als ein Team, das empfindliche Gegenstände mit taktilen Händen greifen will.

Nach dem Herstellerdatenblatt ist der G1 etwa 1,32 Meter groß; das Gewicht beginnt bei rund 35 Kilogramm. Basic hat 23 Freiheitsgrade, die dort beschriebene EDU-Reihe je nach Ausstattung 23 bis 43. Die höhere Zahl umfasst zusätzliche Bewegungsachsen, nicht automatisch bessere Autonomie. Für die detaillierte Auswahl führt der Faktencheck zu G1-EDU-Varianten und Händlerdaten weiter.

Anzeige

Welches Zubehör brauchst du tatsächlich?

Komponente Wann sie wichtig wird Was ins Angebot gehört
Aufhängung / Gantry Bei neuen Bewegungs- und Balanceversuchen zur Begrenzung von Sturzschäden Passende Befestigung, Aufstellfläche und zulässige Belastung; kein Ersatz für ein Sicherheitskonzept
Zusatzakku und Ladegerät Bei längeren Demonstrations- oder Forschungstagen Anzahl der enthaltenen Akkus, Ladegerät, Ladezeit und freigegebene Wechselprozedur
Hände und taktile Sensorik Für Greifversuche, bei denen Kontaktinformationen benötigt werden Exakte Handmodelle, Sensoren, Treiber und Softwarezugang; nicht jedes EDU-Paket enthält dieselben Hände
Rechenmodul und Softwarezugang Für eigene Wahrnehmungs- oder Steuerungssoftware Hardwareausführung, unterstützte Schnittstellen, Dokumentation und Lizenzbedingungen
Einweisung und Ersatzteile Für regelmäßigen Betrieb und kurze Ausfallzeiten Schulungsumfang, Servicekontakt, Ersatzteilpreise und Reaktionszeiten

Unitree nennt ungefähr zwei Stunden Akkulaufzeit. Das ist ein Orientierungswert; Bewegung, Last und Rechenbetrieb verändern die Praxisdauer. Einen Zusatzakku solltest du deshalb nach dem geplanten Ablauf bewerten, nicht als automatisches Pflichtzubehör.

Pauschale Zubehörpreise und allgemeine Aussagen über ein separat zu kaufendes Ladegerät sind keine verlässliche Bestellgrundlage. Entscheidend ist die schriftliche Stückliste deines Angebots. Sonst bestellst du im besten Fall etwas doppelt.

Mehrwertsteuer, Versand und Lieferzeit richtig einplanen

Bei einem Nettopreis von 23.000 Euro ergeben sich mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 27.370 Euro brutto. Umgekehrt dürfen Nettopreise und bereits versteuerte Shoppreise nicht vermischt werden. Welche steuerliche Behandlung für deinen Einkauf gilt, klärst du mit der zuständigen Buchhaltung oder Beratung.

Auch die Lieferung ist variantenabhängig. Die geprüfte Basic-Seite nennt Lagerware mit ein bis zwei Werktagen, die EDU-U1-Seite einen Sonderartikel und ungefähr vier Wochen. Das sind Händleranzeigen, keine allgemeine Lieferzusage. Lass dir Liefertermin, Versandkosten, Akkuversand und Ersatzteilversorgung für die konkrete Bestellung bestätigen.

Vor der Bestellung: Diese fünf Punkte müssen zusammenpassen

  1. Eine klare Aufgabe: Demo, Bewegungsforschung oder Manipulation?
  2. Exakte Variante und schriftlicher Lieferumfang einschließlich Entwicklungszugang
  3. Gesamtbudget mit Steuer, Versand, Zubehör, Einweisung und laufendem Support
  4. Geeigneter Arbeitsbereich, geschultes Personal und ein Sicherheitskonzept für die vorgesehenen Versuche
  5. Verbindliche Angaben zu Lieferzeit, Ansprechpartner und Reparaturabwicklung

Für eine Demo unnötige Forschungsoptionen zu bezahlen, ist teuer. Für ein Forschungsprojekt die günstigere, aber ungeeignete Version zu bestellen, ist meist noch teurer. Der passende G1 ist deshalb der, dessen Konfiguration deine Aufgabe abdeckt – nicht der mit der eindrucksvollsten Zahl an Freiheitsgraden.

Bewerte den Beitrag hier!
[Total: 1 Average: 5]
Anzeige
Nico Nuss [Bildinhalt mit KI erstellt]

Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit Mobile Computing und Automatisierungssoftware. Seine langjährige Erfahrung und sein ausgeprägtes Interesse an Zukunftstechnologien bilden die Grundlage seiner Arbeit zu Robotik und künstlicher Intelligenz.

Als bevorzugte Quelle bei Google hinzufügen