Tesla stoppt Model S und X

Tesla stoppt Model S und X: Fremont baut jetzt Optimus Roboter

Tesla zieht bei seinen beiden Premium-Modellen den Stecker: Elon Musk hat angekündigt, dass Model S und Model X im kommenden Quartal auslaufen. Damit endet eine Ära, die Tesla lange als Technologie- und Prestige-Schaufenster genutzt hat. Gleichzeitig verschiebt sich der Schwerpunkt deutlich: Die frei werdenden Produktionslinien im Werk Fremont (Kalifornien) sollen nach Musks Plan zu einer Optimus-Fabrik werden. Dort will Tesla langfristig bis zu eine Million humanoide Roboter pro Jahr bauen lassen. Der Schritt ist laut Musk „ein wenig traurig“, aber konsequent auf Teslas „autonome Zukunft“ ausgerichtet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elon Musk kündigte an, dass Tesla Model S und Model X im kommenden Quartal einstellen wird.
  • Begründung: Tesla wolle den Fokus stärker auf eine „autonome Zukunft“ legen.
  • Die Produktionslinien in Fremont sollen durch eine Optimus-Fabrik ersetzt werden.
  • Langfristiges Ziel: bis zu 1 Million Optimus-Roboter pro Jahr aus Fremont.
  • Tesla will S und X weiter unterstützen, solange Kunden die Fahrzeuge nutzen; wer kaufen will, solle „jetzt bestellen“.

Stellt Tesla Model S und Model X wirklich ein?

Ja. Elon Musk sagte in der Telefonkonferenz zu den Q4-Ergebnissen, dass Model S und Model X im kommenden Quartal auslaufen. Die Produktionskapazitäten in Fremont sollen stattdessen für die Optimus-Roboterfertigung genutzt werden.

Warum Tesla Model S und X beendet

Elon Musk erklärte am Mittwoch, dass Tesla die Programme für Model S und Model X „mit einer ehrenvollen Entlassung“ beenden werde. Damit laufen die Premium-Limousine und das Premium-SUV im kommenden Quartal aus. Der Hauptgrund ist laut Musk strategisch. Tesla bewege sich „klar auf eine Zukunft zu, die von Autonomie geprägt ist“. Gleichzeitig ist der Schritt auch eine Prioritätenfrage im Produktmix. Im Vergleich zu den volumenstarken Modellen 3 und Y verkauften sich S und X deutlich schwächer. Das macht sie für Tesla weniger relevant, wenn es um Skalierung und Kosteneffizienz geht. Musk bezeichnete die Umstellung zwar als „ein wenig traurig“, stellte sie aber als logische Neuausrichtung dar.

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Fremont wird zur Optimus-Fabrik

Besonders wichtig am Titel-Thema ist die Umwidmung der Autowerke. Nach Musks Angaben sollen die Produktionslinien von Model S und Model X im Werk Fremont in Kalifornien durch eine Optimus-Fabrik ersetzt werden. Das bedeutet: Wo bisher Premium-Fahrzeuge gebaut wurden, sollen künftig humanoide Roboter vom Band laufen. Tesla koppelt diese Entscheidung direkt an seine Zukunftserzählung rund um Autonomie und KI. Der Plan ist nicht klein gedacht. Langfristig peilt Musk an, in Fremont bis zu eine Million Optimus-Roboter pro Jahr zu produzieren. Damit würde Fremont von einem Auto-Standort zu einem Robotik-Standort im industriellen Maßstab werden. Diese Verschiebung zeigt, wie stark Tesla Ressourcen in Optimus bündeln will.

Was Tesla Kunden zu Support und Bestellungen sagt

Musk machte auch eine Zusage an Bestandskunden. Tesla werde Model S und Model X so lange unterstützen, wie sie von Kunden genutzt würden. Das ist für Käufer wichtig, weil es um Service, Ersatzteile und Softwarepflege geht. Gleichzeitig setzte Musk einen klaren Kaufimpuls. Für Interessenten sei „jetzt der richtige Zeitpunkt, zu bestellen“, sagte er. Damit signalisiert Tesla: Wer noch ein neues S oder X will, muss bald handeln. Der Ton ist dabei bewusst emotional und pragmatisch zugleich. Einerseits wird das Ende als würdig dargestellt. Andererseits wirkt es wie ein Abverkaufsfenster, bevor die Linien umgestellt werden. Für den Gebrauchtmarkt kann das ebenfalls relevant werden, weil das Angebot an Neuwagen endet.

Börsenreaktion, Quartalszahlen und xAI-Investment

Der Zeitpunkt der Ankündigung fiel in Teslas Telefonkonferenz zu den Ergebnissen für das vierte Quartal. Am Mittwoch legte die Tesla-Aktie zu, nachdem der Konzern die Gewinnerwartungen übertroffen hatte. Zusätzlich kündigte Tesla eine Investition von zwei Milliarden US-Dollar (1,67 Milliarden Euro) in xAI an, Musks KI-Unternehmen. Das ist ein Signal, dass Tesla KI nicht nur als Software-Thema betrachtet, sondern als Konzern-Schwerpunkt. Im selben Kontext passte auch die Autonomie-Erzählung. Denn Musk verknüpft Autonomie, Robotik und KI strategisch miteinander. Die Börse reagierte offenbar positiv auf diesen Fokus und die Ergebnisüberraschung. Gleichzeitig unterstreicht die xAI-Investition, wie stark Musk seine KI-Pläne über mehrere Firmen hinweg verzahnt.

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Optimus Gen 3 und die „autonome Zukunft“

Parallel zur Einstellung von S und X stellte Musk Optimus in den Vordergrund. Er sagte, Tesla wolle noch in diesem Quartal die dritte Generation des Optimus-Roboters auf den Markt bringen. Damit wird klar: Optimus ist nicht nur ein Laborprojekt, sondern soll kurzfristig näher an Produkteinführung und Skalierung rücken. Die Umstellung der Fremont-Linien passt genau in dieses Bild. Wenn Tesla Kapazitäten aus dem Autogeschäft abzieht, dann nur, wenn der neue Schwerpunkt groß genug ist. „Autonome Zukunft“ meint hier also nicht nur Robotaxis oder Fahrassistenz. Es geht um autonome Systeme insgesamt, inklusive humanoider Roboter. Dass Musk beides in einem Atemzug nennt, ist Teil der strategischen Kommunikation. Tesla positioniert sich damit als KI- und Robotikunternehmen, nicht nur als Autobauer.

Model S und X: Historie, Update 2025 und aktuelle Preise

Model S und Model X sind die teuersten Tesla-Modelle. Tesla zeigte 2009 erstmals einen Prototyp des Model S und begann 2012 mit der Auslieferung an Kunden. Das SUV Model X wurde 2012 angekündigt, die ersten Fahrzeuge wurden 2015 ausgeliefert. Beide Modelle erhielten 2025 ein Update. Dazu gehörten unter anderem eine größere Reichweite, verbesserte Geräuschdämmung und eine sanftere Federung. Gleichzeitig erhöhte Tesla die Preise um 4.500 US-Dollar (ca. 3.750 Euro). Einige neuere Technologien, die mit dem Cybertruck eingeführt wurden, waren jedoch nicht Teil dieser Überarbeitung. Am Mittwoch lagen die Preise auf der Tesla-Website auf hohem Niveau:

Modell Einstiegspreis Plaid-Preis
Model S 94.990 US-Dollar (ca. 80.000 €) 109.990 US-Dollar (ca. 92.000 €)
Model X 99.990 US-Dollar (ca. 84.000 €) 114.990 US-Dollar (ca. 96.000 €)
Meilenstein Model S Model X
Prototyp / Ankündigung Prototyp 2009 Angekündigt 2012
Erste Auslieferungen 2012 2015
Update 2025: mehr Reichweite, bessere Dämmung, sanftere Federung; +4.500 US-Dollar 2025: mehr Reichweite, bessere Dämmung, sanftere Federung; +4.500 US-Dollar
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Fazit

Tesla beendet Model S und X nicht aus Nostalgie, sondern aus Strategie. Musk räumt den Premium-Klassikern Platz für Optimus ein und will Fremont zur Roboterfabrik umbauen. Das Ziel von bis zu einer Million Robotern pro Jahr zeigt, wie ernst es Tesla mit der Verschiebung Richtung KI, Autonomie und Robotik meint. Für Fans der Modelle gilt: Wer noch neu kaufen will, muss schnell sein. Für den Markt beginnt jetzt ein neues Tesla-Kapitel.

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Nico Nuss

Der Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit den Themen Mobile Computing und Automation Software. Auf Grund seiner Erfahrung und dem starken Interesse für Zukunftstechnologien gilt seine Aufmerksamkeit den Themen Robotik und AI.

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