Das japanische Robotikunternehmen Yukai Engineering bringt mit Mirumi einen flauschigen Roboter auf den Markt. Er gilt als direkte Antwort auf den globalen Hype um die chinesische Sammelfigur Labubu. Während Labubu 2025 internationale Verkaufsrekorde erzielte, setzt Mirumi auf Technologie statt reines Sammelobjekt. Präsentiert werden soll der Roboter im Rahmen der Mailänder Modewoche. Mit großen Augen, rosa Fell und emotionalem Design zielt Mirumi vor allem auf Kundinnen und Kunden in Europa und den USA.
Inhalt
- 1 Was ist Mirumi und warum gilt er als Antwort auf Labubu?
Das Wichtigste in Kürze
- Yukai Engineering positioniert Mirumi als technologische Antwort auf den Labubu-Hype.
- Mirumi ist ein flauschiger Roboter-Taschenanhänger mit beweglichem Kopf.
- Bereits rund 4.000 Vorbestellungen außerhalb Japans wurden verzeichnet.
- Produktionsziel bis Mai: 30.000 Einheiten, Finanzierung per Crowdfunding.
- Einstiegspreis: 149 US-Dollar, Marktstart ab April in Japan und international.
Was ist Mirumi und warum gilt er als Antwort auf Labubu?
Mirumi ist ein flauschiger Roboter des japanischen Unternehmens Yukai Engineering. Er wurde als technologisches Pendant zur erfolgreichen Sammelfigur Labubu entwickelt und kombiniert emotionale Gestaltung mit Robotik-Funktionen.
Mirumi: Der flauschige Roboter von Yukai Engineering
Markteinführung auf der Mailänder Modewoche
Mirumi soll im Rahmen der Mailänder Modewoche präsentiert werden. Das ist eine strategische Entscheidung. Mode und Accessoires verschmelzen zunehmend mit Popkultur. Taschenanhänger gelten als Lifestyle-Statement. Mirumi passt genau in diesen Trend. Zielmärkte sind Europa und die USA. Dort wächst die Nachfrage nach sogenannten „Kidult“-Produkten. Diese richten sich an Erwachsene mit nostalgischer Affinität. Der Auftritt in Mailand unterstreicht den Anspruch, Mirumi als modisches Objekt zu positionieren.
Produktion, Vorbestellungen und Preisstrategie
Yukai Engineering finanziert Mirumi über Crowdfunding. Bereits rund 4.000 Vorbestellungen außerhalb Japans wurden registriert. Das zeigt internationale Nachfrage. Bis Mai sollen 30.000 Einheiten produziert werden. Der Versand startet ab April. Parallel erfolgt die Markteinführung in Japan. Der Einstiegspreis liegt bei 149 US-Dollar, etwa 137 Euro. Angeboten wird Mirumi in Pink, Grau und Weiß.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Preis | 149 US-Dollar (ca. 137 Euro) |
| Farben | Pink, Grau, Weiß |
| Produktionsziel | 30.000 Einheiten bis Mai |
| Vorbestellungen | ca. 4.000 außerhalb Japans |
| Versandstart | April |
Labubu-Erfolg und Anzeichen einer Marktsättigung
Labubu wurde 2023 vom chinesischen Unternehmen Pop Mart eingeführt. 2025 entwickelte sich die Figur zu einem internationalen Verkaufsschlager. Für das erste Halbjahr 2025 prognostizierte Pop Mart einen Gewinnanstieg von 350 Prozent. Seltene Varianten erzielten Preise von mehreren Hunderttausend US-Dollar. Gegen Ende 2025 sank jedoch die Nachfrage. Wiederverkäufer meldeten fallende Preise. Analysten sprechen von möglicher Marktsättigung. Dennoch bleibt das Segment stark.
Wachstum des Kidult-Marktes
Marktforschungsunternehmen sehen weiterhin Wachstum. Circana betont, dass Erwachsene maßgeblich zum Spielwarenwachstum beitragen. Global Market Insights prognostiziert einen Anstieg des globalen Spielwarenmarktes von 114,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 203,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034.
| Jahr | Weltweiter Spielwarenmarkt |
|---|---|
| 2024 | 114,4 Mrd. US-Dollar |
| 2034 | 203,1 Mrd. US-Dollar |
Erwachsene suchen Produkte mit emotionalem Mehrwert. Nostalgie spielt dabei eine zentrale Rolle. Deshalb wächst der Kidult-Markt trotz einzelner Hypes.
Kidult-Trend in Mode und Technologie
Große Modehäuser reagieren bereits. Fendi, Louis Vuitton und Coach bieten Taschenanhänger an. Diese dienen als günstiger Einstieg in Luxusmarken. Laut Trendforscherin Jaana Jatyri bevorzugen Erwachsene Produkte mit Kindheitserinnerungen. Mirumi spricht verspielte Nostalgie an. Labubu hingegen kombiniert niedliche und düstere Elemente. Zudem unterscheidet sich Mirumi technisch. Er ist ein Roboter. Yukai Engineering entwickelt bewusst emotionale Haushaltsroboter. Diese sollen im Wohnraum oder auf dem Schreibtisch stehen und Reaktionen auslösen.
Fazit
Mirumi ist mehr als ein Plüschanhänger. Der Roboter verbindet Mode, Nostalgie und Technologie. Yukai Engineering reagiert damit gezielt auf den abkühlenden Labubu-Hype. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf das langfristige Wachstum des Kidult-Marktes. Ob Mirumi ein ähnlicher Erfolg wird, hängt vom emotionalen Mehrwert ab. Klar ist jedoch: Der Wettbewerb zwischen Sammelfigur und Roboter hat gerade erst begonnen.
Der Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit den Themen Mobile Computing und Automation Software. Auf Grund seiner Erfahrung und dem starken Interesse für Zukunftstechnologien gilt seine Aufmerksamkeit den Themen Robotik und AI.











