Die Universal Robots hat mit der UR-e-Series und der neuen UR20/UR30-basierten Generation einen bedeutenden Technologiesprung im Bereich kollaborativer Roboter vollzogen. Der Fokus liegt klar auf höherer Traglast, größerer Reichweite und einer intelligenten Softwarearchitektur. Dadurch werden Cobots leistungsfähiger und gleichzeitig flexibler einsetzbar. Besonders in modularen Produktionsumgebungen und dynamischen Anlagen entstehen neue Möglichkeiten. Gleichzeitig treiben KI-Integration und moderne Softwareplattformen die Automatisierung auf ein neues Niveau.
Inhalt
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Die neue Cobot-Generation im Überblick
- 3 UR20 und UR30 als Kern der neuen Leistungsplattform
- 4 Ergänzende Modelle UR15 und UR18 für Geschwindigkeit und KI
- 5 Vergleich der wichtigsten Modelle
- 6 Softwareplattform und KI-Integration als Schlüssel
- 7 Flexibilität und Integration in moderne Produktionsumgebungen
- 8 Sicherheit, Normen und kollaborativer Einsatz
- 9 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Cobot-Generation kombiniert hohe Traglast mit großer Reichweite
- UR20 und UR30 ermöglichen Anwendungen mit bis zu 30 kg
- UR15 und UR18 ergänzen die Serie mit hoher Geschwindigkeit
- Einheitliche Softwareplattform mit PolyScope und KI-Integration
- Optimiert für modulare Produktion und flexible Fertigung
Die neue Cobot-Generation im Überblick
Die neue Generation von kollaborativen Robotern basiert auf der Weiterentwicklung der bekannten UR-e-Series. Gleichzeitig bringt sie eine völlig neue Architektur mit sich. Diese Architektur ist gezielt auf höhere Leistung ausgelegt. Besonders deutlich wird das bei Traglast und Reichweite. Gleichzeitig bleibt die typische Cobot-Flexibilität erhalten. Unternehmen profitieren von einfachen Integrationsprozessen. Zudem lassen sich Anlagen schneller umrüsten. Das ist besonders wichtig bei wechselnden Produktionsanforderungen. Die neue Generation richtet sich daher klar an moderne Fertigungsstrategien. Vor allem modulare Produktion wird damit deutlich effizienter.
UR20 und UR30 als Kern der neuen Leistungsplattform
Der UR20 markiert den Einstieg in die neue Hochleistungsserie. Er wurde im Jahr 2022 eingeführt. Mit einer Traglast von rund 20 kg und einer Reichweite von etwa 1.750 mm setzt er neue Maßstäbe. Typische Einsatzbereiche sind Maschinenbestückung, Pick-and-Place und Schraubanwendungen. Darauf baut der UR30 auf. Dieser erreicht eine Traglast von bis zu 30 kg. Dadurch eignet er sich für schwerere Anwendungen.
Dazu gehören Palettierung und Maschinenbeschickung. Auch Hochdurchsatzprozesse profitieren davon. Trotz der höheren Leistung bleibt der Roboter kompakt. Das erleichtert die Integration in bestehende Anlagen. Beide Modelle nutzen dieselbe technologische Basis.
Ergänzende Modelle UR15 und UR18 für Geschwindigkeit und KI
Neben den leistungsstarken Modellen erweitert Universal Robots das Portfolio durch schnellere Varianten. Der UR15 gilt als einer der schnellsten Cobots am Markt. Er erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 5 m/s. Dadurch eignet er sich besonders für dynamische Prozesse. Der UR18 ergänzt diese Linie sinnvoll. Beide Modelle setzen stärker auf Geschwindigkeit als auf Traglast.
Gleichzeitig profitieren sie von moderner Software. Besonders wichtig ist hier die Integration von KI-Funktionen. Diese wird über neue Softwarelösungen ermöglicht. Dadurch lassen sich Prozesse intelligenter steuern. Auch komplexe Aufgaben werden einfacher automatisierbar.
Vergleich der wichtigsten Modelle
| Modell | Traglast | Reichweite | Besonderheiten | Einsatzbereiche |
|---|---|---|---|---|
| UR15 | – | – | Sehr hohe Geschwindigkeit (bis 5 m/s) | Schnelle Pick-and-Place Prozesse |
| UR18 | – | – | Fokus auf Geschwindigkeit und KI | Dynamische Produktionslinien |
| UR20 | ca. 20 kg | ca. 1.750 mm | Erste neue Generation | Maschinenbestückung, Schrauben |
| UR30 | ca. 30 kg | – | Höchste Traglast | Palettierung, schwere Anwendungen |
Softwareplattform und KI-Integration als Schlüssel
Ein zentraler Bestandteil der neuen Generation ist die Software. Alle Modelle basieren auf der PolyScope-Plattform. Teilweise kommt bereits die Weiterentwicklung PolyScope X zum Einsatz. Diese Plattform ermöglicht eine einheitliche Steuerung. Gleichzeitig erleichtert sie die Integration neuer Funktionen. Besonders wichtig ist der sogenannte UR-AI-Accelerator.
Dieser wurde in Zusammenarbeit mit NVIDIA entwickelt. Dadurch können KI-Anwendungen direkt in den Roboter integriert werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten. Zum Beispiel bei Bildverarbeitung oder adaptiven Prozessen. Auch Machine Learning wird dadurch einfacher nutzbar.
Flexibilität und Integration in moderne Produktionsumgebungen
Ein großer Vorteil der neuen Cobot-Generation ist die Flexibilität. Die Systeme lassen sich schnell umrüsten. Dadurch eignen sie sich ideal für wechselnde Produktionsanforderungen. Besonders in der Serienfertigung ist das entscheidend. Auch kleine Losgrößen werden wirtschaftlich umsetzbar. Zudem ist die Integration in bestehende Anlagen einfach. Standardisierte Schnittstellen helfen dabei.
Gleichzeitig können Unternehmen ihre Prozesse dynamisch anpassen. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Industrierobotern. Besonders in modularen Fabriken zeigt sich dieser Nutzen deutlich.
Sicherheit, Normen und kollaborativer Einsatz
Trotz höherer Leistung bleiben die Cobots sicher. Sie erfüllen alle relevanten Sicherheitsstandards. Dadurch können sie direkt mit Menschen zusammenarbeiten. Das ist ein zentraler Vorteil von Cobots. Auch unterschiedliche Montagepositionen sind möglich. Die Roboter können flexibel installiert werden. Zudem lassen sich Sicherheitsfunktionen individuell anpassen. Das erhöht die Einsatzmöglichkeiten weiter.
Gleichzeitig bleibt die Bedienung einfach. Auch ohne tiefes Programmierwissen können Anwender die Systeme nutzen. Das macht die Technologie besonders zugänglich.
Fazit
Die neue Cobot-Generation von Universal Robots zeigt klar, wohin sich die Automatisierung entwickelt. Mehr Leistung trifft auf intelligente Software und maximale Flexibilität. Unternehmen profitieren von schnelleren Prozessen und neuen Einsatzmöglichkeiten. Gleichzeitig bleibt die einfache Integration erhalten. Besonders die Kombination aus KI und modularer Architektur macht den Unterschied. Wer seine Produktion zukunftssicher gestalten will, kommt an dieser Generation kaum vorbei.
Der Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit den Themen Mobile Computing und Automation Software. Auf Grund seiner Erfahrung und dem starken Interesse für Zukunftstechnologien gilt seine Aufmerksamkeit den Themen Robotik und AI.















