Mistral Le Chat heißt seit dem 28. Mai 2026 offiziell Vibe. Aus dem französischen KI-Chatbot ist eine gemeinsame Arbeitsumgebung für Recherche, Dokumente, verknüpfte Apps und Softwareentwicklung geworden. Vibe arbeitet heute in den drei Modi Work, Code und Chat. Die kostenlose Version deckt viele Alltagsaufgaben ab; Pro erweitert vor allem die Nutzungslimits, komplexes Reasoning, Deep Research und Coding. Der europäische Firmensitz ist ein Pluspunkt, macht den Dienst aber nicht automatisch datenschutzkonform: Bei normalen Vibe-Konten dürfen Ein- und Ausgaben standardmäßig zum Modelltraining verwendet werden, bis Nutzer widersprechen.

Wer weiterhin nach „Le Chat Mistral“ sucht, landet also beim richtigen Produkt, sollte sich aber nicht mehr an älteren Funktionslisten orientieren. Dieser Leitfaden erklärt die aktuelle Vibe-Struktur, die Tarife, Work- und Code-Modus, Modelle, Connectors, Memories und die entscheidenden Datenschutzgrenzen.

In diesem Artikel

Das Wichtigste zu Mistral Le Chat und Vibe

  • Neuer Name: Le Chat wurde zu Mistral Vibe; bestehende Pläne, Einstellungen und Chatverläufe wurden übernommen.
  • Drei Modi: Work für mehrstufige Aufgaben, Code für Softwareprojekte und Chat für schnelle Dialoge sowie einige ältere Le-Chat-Funktionen.
  • Aktuelles Standardmodell: Mistral Medium 3.5 wurde im Mai 2026 als Standard für Le Chat/Vibe und die Agentenfunktionen eingeführt.
  • Tarife: Free, Pro, Team und Enterprise; die offizielle Preisseite nennt 14,99 US-Dollar monatlich für Pro und 24,99 US-Dollar je Nutzer und Monat für Team, jeweils vor Steuern.
  • Werkzeuge: Websuche, Deep Research, Dateien und Libraries, Canvas, Bildgenerierung, Sprache, Skills, geplante Aufgaben und mehr als 100 Connectors.
  • Datenschutz: Daten werden standardmäßig in der EU gehostet, einzelne Funktionen können jedoch Übertragungen außerhalb der EU auslösen.
  • Training: Consumer-Eingaben und -Ausgaben werden standardmäßig für Modellverbesserungen verwendet, sofern Nutzer nicht in den Datenschutzeinstellungen widersprechen.
  • Keine ZDR-Garantie: Zero Data Retention ist für Vibe Work, Chat, Libraries, Agents und Conversations nicht verfügbar.

Was ist Mistral Vibe – und was wurde aus Le Chat?

Le Chat begann als klassische Chat-Oberfläche für die Sprachmodelle des französischen Anbieters Mistral AI. Mit Vibe positioniert das Unternehmen den Dienst nicht mehr nur als Antwortmaschine, sondern als KI-Agenten für Arbeit und Softwareentwicklung. Der Zugang bleibt unter chat.mistral.ai erreichbar.

Die Umbenennung ist mehr als Kosmetik. Vibe kann längere Aufgaben planen, Informationen aus verknüpften Anwendungen zusammenführen, Dokumente erstellen und Aktionen vorbereiten. Parallel dazu wurde der bisherige Coding-Assistent unter derselben Marke integriert. Ein Abonnement gilt damit für die Weboberfläche, mobile Apps und – je nach Tarif – die Entwicklungswerkzeuge.

Der ältere Chat-Modus existiert weiterhin, wird aber schrittweise zurückgenommen. Mistral dokumentiert, dass die meisten neuen Funktionen im Work-Modus liegen. Bestehende Unterhaltungen sollen erhalten bleiben.

Work, Code oder Chat: Welcher Modus ist wofür gedacht?

Modus Geeignet für Typische Funktionen Wichtige Grenze
Work Mehrstufige Wissens- und Büroaufgaben Recherche, Dokumente, verbundene Apps, Skills, geplante Abläufe und sichtbare Werkzeugschritte Kann auf sensible externe Dienste zugreifen; Berechtigungen und Ergebnisse müssen geprüft werden
Code Softwareentwicklung über Web, IDE und Terminal Repository-Kontext, Dateiänderungen, Tests, Remote-Agenten, Diffs und Pull Requests Agentenausgaben sind nicht automatisch korrekt oder sicher; Code-Review bleibt erforderlich
Chat Schnelle Fragen und ältere Le-Chat-Workflows Turn-by-turn-Dialog, Agents, Think Mode, Code Interpreter und Memories Mehrere Funktionen werden nach Work verschoben; der Modus soll langfristig auslaufen

Faustregel: Eine einzelne Frage gehört in Chat. Eine Recherche mit mehreren Quellen oder ein Ergebnisdokument gehört in Work. Eine Änderung an einem Repository gehört in Code.

Was kann Mistral Vibe in der Praxis?

Websuche und Deep Research

Vibe kann aktuelle Webquellen durchsuchen und Antworten mit Fundstellen anreichern. Für umfangreichere Analysen steht Deep Research im Work-Modus als Skill bereit. Dabei werden mehrere Quellen gesammelt, Zwischenschritte sichtbar gemacht und ein strukturierter Bericht erstellt. Quellenangaben erhöhen die Nachprüfbarkeit, sind aber keine Garantie: URLs können unpassend sein, Aussagen verkürzt wiedergegeben werden und wichtige Gegenpositionen fehlen.

Connectors: E-Mail, Kalender, Cloudspeicher und Geschäftssysteme

Die offizielle Preisseite bewirbt mehr als 100 Connectors. Genannt werden unter anderem Gmail, Outlook, Slack, Notion, Linear, GitHub, Atlassian, Google Drive, SharePoint und Stripe. Work kann dadurch beispielsweise ungelesene Nachrichten zusammenfassen, Kalenderinformationen in ein Meeting-Briefing übernehmen oder Feedback aus mehreren Quellen gruppieren.

Vibe unterscheidet zwischen Connectors, die Daten nur bei Bedarf abrufen, und Knowledge Connectors, die ausgewählte Inhalte indexieren. Wird eine Wissensquelle getrennt, wird der zugehörige Index laut Mistral zur Löschung eingeplant. Änderungen und Rechte aus dem Ursprungssystem werden erst nach der Synchronisierung vollständig wirksam.

Libraries, Dateien und Dokumenterstellung

Libraries bündeln eigene Unterlagen als wiederverwendbaren Kontext. Unterstützt werden laut Preisseite PDFs, Bilder, CSV-Dateien, Textformate wie JSON sowie Office-Dateien wie PPT, XLS und DOCX. Free bietet begrenzten Speicher, Pro bis zu 15 GB und Team bis zu 30 GB je Nutzer. Vibe kann daraus Zusammenfassungen, Berichte, Präsentationsentwürfe, Anforderungsdokumente oder RFP-Antworten entwickeln.

Bei wichtigen Entscheidungen sollte immer geprüft werden, ob eine Aussage tatsächlich aus der bereitgestellten Datei stammt. Ein Sprachmodell kann auch dann plausible Ergänzungen erzeugen, wenn es eigentlich ausschließlich mit der Library arbeiten sollte.

Canvas, Bilder und Sprache

Canvas dient als bearbeitbare Arbeitsfläche für Texte, Präsentationen, Code und Mock-ups. Inhalte lassen sich abschnittsweise überarbeiten, statt jedes Mal eine vollständige Antwort neu erzeugen zu lassen. Bildgenerierung und Bildbearbeitung gehören ebenfalls zum Funktionsumfang; Pro und Team bieten laut Mistral bis zu 40-mal mehr Bildgenerierungen als Free. Einen breiteren Marktvergleich liefert unser Überblick zu den besten KI-Bildgeneratoren.

Im Voice Mode lassen sich Audioinhalte aufnehmen oder hochladen, transkribieren, befragen und zusammenfassen. Vertrauliche Gespräche sollten jedoch nicht allein wegen des europäischen Anbieters ungeprüft hochgeladen werden.

Memories: Personalisierung mit zusätzlichem Datenschutzbedarf

Memories ist eine optionale Beta-Funktion. Vibe kann ausdrücklich gespeicherte Angaben und automatisch erkannte Präferenzen für spätere Gespräche behalten. Nutzer können Erinnerungen anzeigen, ergänzen, bearbeiten und löschen. Das Abschalten der Funktion löscht vorhandene Memories jedoch nicht automatisch; dafür muss zusätzlich „Clear all Memories“ verwendet werden.

Besonders wichtig: Wenn das Training nicht deaktiviert wurde, können Prompts und Antworten einschließlich der darin verwendeten Memories zur Verbesserung der Modelle herangezogen werden. Gesundheitsangaben, Gewohnheiten oder andere sensible Informationen gehören daher nicht unbedacht in die Personalisierung.

Skills, Agents und geplante Aufgaben

Skills bündeln wiederverwendbare Anweisungen, Werkzeuge und Skripte für wiederkehrende Abläufe. Geplante Aufgaben können Prompts, Agenten oder Workflows zu festgelegten Zeiten starten. Free erlaubt laut Tarifübersicht bis zu fünf geplante Aufgaben; die bezahlten Pläne nennen unbegrenzte Nutzung unter Fair-Use-Bedingungen. Solche Automationen sollten mit engen Berechtigungen, eindeutigen Stop-Regeln und menschlicher Kontrolle für externe Aktionen eingerichtet werden.

Vibe Code: KI-Agent für Terminal, IDE und Cloud

Der Code-Modus verbindet die Weboberfläche mit einer CLI, Erweiterungen für Entwicklungsumgebungen und Remote-Agenten. Vibe kann Codebasen untersuchen, Dateien verändern, Tests ausführen, mehrere Änderungen koordinieren und einen Pull Request vorbereiten. Remote-Sitzungen laufen in isolierten Umgebungen weiter, auch wenn der lokale Rechner ausgeschaltet ist.

In der Weboberfläche lassen sich Werkzeugaufrufe, Fortschritt und Diffs kontrollieren. Berechtigungen können sitzungsbezogen vergeben werden. Mit „Teleport“ kann eine laufende Sitzung zwischen lokalem Terminal und Cloud-Agent verschoben werden. Diese Funktionen machen Vibe zu mehr als einem Codegenerator, erhöhen aber auch den Prüfbedarf: Installationen, Shell-Befehle, Geheimnisse, Lizenzbedingungen und sicherheitsrelevante Änderungen benötigen weiterhin menschliche Freigabe.

Welches Modell verwendet Mistral Vibe?

Im Work-Modus wird automatisch das jeweils aktuelle Mistral-Modell verwendet. Mistral Medium 3.5 wurde im Mai 2026 als neues Standardmodell für Le Chat/Vibe sowie für Remote-Agenten vorgestellt. Das 128-Milliarden-Parameter-Modell besitzt laut Anbieter ein Kontextfenster von 256.000 Tokens und kombiniert Instruction Following, Reasoning, multimodale Verarbeitung und Coding.

Der Reasoning-Aufwand kann je nach Aufgabe variiert werden. Dadurch kann dasselbe Modell eine kurze Antwort liefern oder über längere Zeit Werkzeuge einsetzen. Im Code-Modus kann neben dem aktuellen Standardmodell je nach Oberfläche und Konfiguration eine Modellauswahl möglich sein. Für API-Tests und den direkten Zugriff auf einzelne Mistral-Modelle ist Mistral Studio die passendere Oberfläche.

Die Modellbezeichnung allein sagt wenig über die Qualität eines konkreten Agentenlaufs aus. Entscheidend sind auch Werkzeugzugriff, Quellen, Prompt, Kontext, Berechtigungen und die Qualität der abschließenden Kontrolle.

Mistral Vibe: Free, Pro, Team und Enterprise

Die offizielle globale Preisseite nennt die folgenden monatlichen Listenpreise in US-Dollar vor Steuern. Der tatsächlich angezeigte Betrag kann je nach Land, Umsatzsteuer, Plattform und Abrechnungsintervall abweichen.

Tarif Listenpreis Wesentliche Leistungen Geeignet für
Free 0 Begrenzte Nachrichten, Websuchen, Coding-Sitzungen, Bilder, Connectors und bis zu fünf geplante Aufgaben Ausprobieren und gelegentliche Alltagsaufgaben
Pro 14,99 US-Dollar/Monat vor Steuern Bis zu sechsmal mehr Nachrichten, fünfmal mehr Websuchen, mehr Reasoning und Deep Research, bis zu 15 GB Libraries, mehr Bilder und umfangreicheres Coding Einzelnutzer mit regelmäßigen, komplexen Aufgaben
Team 24,99 US-Dollar/Nutzer/Monat vor Steuern Gemeinsamer Workspace, Adminfunktionen, Domainprüfung, Datenexport, bis zu 30 GB je Nutzer und höhere Teil-Limits Kleine und mittlere Teams
Enterprise Auf Anfrage Private Deployments, eigene Modelle, Agents und Workflows, Audit Logs, SAML SSO, White Label und dedizierter Support Organisationen mit Governance- und Infrastrukturvorgaben

Pro und Team unterliegen Fair-Use-Limits und sind nicht pauschal unbegrenzt. Mistral nennt als Beispiel bis zu 150 schnelle Antworten pro Tag für Pro und 200 für Team. Einzelne Funktionen besitzen eigene Kontingente. Wer Vibe intensiv für Coding nutzt, kann je nach Plan über zusätzliche Pay-as-you-go-Credits weiterarbeiten.

Datenschutz: Ist Mistral Vibe wirklich die europäische Alternative?

Mistral AI ist ein französisches Unternehmen und unterliegt europäischem Datenschutzrecht. Laut Hilfezentrum werden Daten standardmäßig in der Europäischen Union gehostet. Abhängig von der verwendeten Funktion können Daten dennoch vorübergehend an Unterauftragsverarbeiter außerhalb der EU übertragen werden. Mistral verweist dafür auf Standardvertragsklauseln und zusätzliche Schutzmaßnahmen.

„Europäischer Anbieter“ bedeutet deshalb nicht automatisch „alle Daten bleiben in Europa“ und auch nicht automatisch „DSGVO-konform für jeden Einsatzzweck“. Unternehmen müssen Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitung, Zugriffsrechte, Speicherfristen, Unterauftragsverarbeiter und interne Richtlinien selbst bewerten.

Werden Chats zum Training verwendet?

Bei normalen Vibe-Konten lautet die aktuelle Antwort: standardmäßig ja. Ein- und Ausgaben können zur Verbesserung der Mistral-Modelle genutzt werden, sofern Nutzer nicht in den Datenschutzeinstellungen widersprechen. Enterprise-Kunden sind laut Mistral standardmäßig vom Training ausgeschlossen; dort wird eine eventuelle Freigabe administrativ gesteuert.

Feedback über Daumen-hoch oder Daumen-runter wird gesondert behandelt. Wer Feedback mitsamt Kommentar übermittelt, erlaubt Mistral unabhängig vom Tarif, die zugehörige Bewertung sowie Eingabe und Ausgabe zur Verbesserung der Modelle zu verwenden. Wer dies vermeiden möchte, sollte kein inhaltliches Feedback zu sensiblen Unterhaltungen senden.

Wie lange werden Unterhaltungen gespeichert?

Vibe speichert Ein- und Ausgaben, bis die Unterhaltung oder das Konto gelöscht wird. Eine kurze Nachlaufzeit für Wiederherstellung, Missbrauchsüberwachung und rechtliche Pflichten kann hinzukommen. Das unterscheidet sich von stateless API-Aufrufen, bei denen je nach Konfiguration andere Fristen gelten.

Gibt es Zero Data Retention?

Für Vibe Work und Chat gibt es kein Zero Data Retention – unabhängig vom Abonnement. ZDR ist nur für genehmigte, zustandslose Pay-as-you-go-API-Endpunkte verfügbar. Libraries, Agents, Conversations, Dateien und andere Funktionen, die Zustand speichern müssen, sind davon ausgenommen.

Praktische Datenschutzeinstellungen

  1. In den Privacy Settings der Trainingsnutzung widersprechen, wenn eigene Inhalte nicht zur Modellverbesserung dienen sollen.
  2. Memories nur bewusst aktivieren und bestehende Erinnerungen separat löschen, bevor die Funktion abgeschaltet wird.
  3. Nur benötigte Connectors verbinden und deren Berechtigungen im Ursprungssystem begrenzen.
  4. Vertrauliche Dokumente minimieren, personenbezogene Daten entfernen und Freigaben dokumentieren.
  5. Für Unternehmen Team- und Enterprise-Funktionen, DPA, Auditierbarkeit und Hosting-Anforderungen prüfen.

Mistral Vibe im Vergleich zu ChatGPT, Claude und Duck.ai

Kriterium Mistral Vibe ChatGPT Claude Duck.ai
Schwerpunkt Work- und Code-Agent mit Connectors Breites KI-Ökosystem und Werkzeuge Text, Analyse, Coding und Agenten Privater Zugang zu mehreren Modellen
Herkunft Frankreich USA USA USA
Modelle Mistral-Modelle, aktuell automatisch gewählt OpenAI-Modelle Anthropic-Modelle Mehrere Anbieter in einer Oberfläche
Coding Web, CLI, IDE und Remote-Agenten Integrierte Coding- und Agentenfunktionen Starke Coding- und Entwicklerwerkzeuge Primär Chat, keine vergleichbare Agentenplattform
Consumer-Training Standardmäßig aktiv, Opt-out möglich Abhängig von Produkt und Einstellung Abhängig von Produkt und Einstellung Vertraglich ausgeschlossen
ZDR im Chatprodukt Nein Tarif- und Produktabhängig Tarif- und Produktabhängig Grundsätzlich ZDR mit dokumentierten Ausnahmen

Detaillierte Einzelvergleiche bieten unsere Leitfäden zu ChatGPT kostenlos oder Plus, Claude AI und DuckDuckGo AI.

Stärken und Grenzen von Mistral Vibe

Stärken Grenzen
Einheitliche Oberfläche für Wissensarbeit und Coding Produktstruktur und Bezeichnungen ändern sich schnell
Work-Modus für lange, mehrstufige Aufgaben Ergebnisse und Aktionen benötigen menschliche Kontrolle
Breite Connector-Auswahl und Libraries Verknüpfte Dienste erweitern die Datenschutz- und Angriffsfläche
Web, mobile Apps, IDE und Terminal Viele leistungsfähige Funktionen sind tarif- oder limitabhängig
EU-Hosting als Standard Funktionsabhängige Übertragungen außerhalb der EU sind möglich
Training lässt sich bei Consumer-Konten deaktivieren Training ist dort zunächst aktiviert; ZDR gibt es in Vibe nicht

Für wen lohnt sich Vibe?

  • Free eignet sich für Nutzer, die Mistral-Modelle, Websuche, Bilder und einfache Agentenaufgaben kennenlernen möchten.
  • Pro passt zu Einzelpersonen, die regelmäßig recherchieren, Dokumente erstellen oder über Web, IDE und Terminal programmieren.
  • Team ist sinnvoll, wenn gemeinsame Workspaces, zentrale Verwaltung, mehr Speicher und Datenexport erforderlich sind.
  • Enterprise ist die relevante Variante für private Deployments, SSO, Audit Logs, angepasste Modelle und strenge Governance.
  • Weniger geeignet ist Vibe für Nutzer, die einen anonymen Chat ohne Konto, garantierte Nicht-Speicherung oder eine unveränderliche Produktoberfläche suchen.

Mistral Vibe sicher einrichten

  1. Mit Free testen: Erst typische Aufgaben und Ausgabequalität prüfen, bevor ein Tarif gewählt wird.
  2. Trainingseinstellung kontrollieren: Die Voreinstellung nicht mit einer organisatorischen Freigabe verwechseln.
  3. Modus passend wählen: Chat für kurze Fragen, Work für Projekte, Code für Repositories.
  4. Connector-Rechte minimieren: Nur erforderliche Konten, Ordner und Funktionen freigeben.
  5. Externe Aktionen bestätigen: E-Mails, Dokumentänderungen, Tickets und Codeänderungen vor Ausführung prüfen.
  6. Quellen und Diffs lesen: Sichtbare Arbeitsschritte sind hilfreich, ersetzen aber keine fachliche Kontrolle.
  7. Sensible Daten vermeiden: Geheimnisse, Gesundheitsdaten, Personalakten und unbereinigte Kundendaten nur in freigegebenen Unternehmensumgebungen verarbeiten.

Häufige Fragen zu Mistral Le Chat und Vibe

Heißt Le Chat jetzt Vibe?

Ja. Mistral hat Le Chat am 28. Mai 2026 in Vibe überführt. Pläne, Einstellungen und Chatverläufe wurden übernommen. Der Zugang bleibt über chat.mistral.ai erreichbar.

Ist Mistral Vibe kostenlos?

Es gibt einen kostenlosen Tarif mit begrenzten Nachrichten, Websuchen, Coding-Sitzungen und Bildgenerierungen. Pro und Team erhöhen die Kontingente und schalten zusätzliche Arbeits-, Coding- und Verwaltungsfunktionen frei.

Wie viel kostet Mistral Vibe Pro?

Die offizielle globale Preisseite nennt 14,99 US-Dollar pro Monat vor Steuern. Regionale Preise, Umsatzsteuer sowie Jahres- oder App-Store-Abrechnung können den Endbetrag verändern.

Welches Modell steckt hinter Vibe?

Vibe Work verwendet das jeweils aktuelle Standardmodell. Mistral Medium 3.5 wurde im Mai 2026 als Standard für Le Chat/Vibe, Work und Remote-Agenten angekündigt. Im Code-Modus kann je nach Oberfläche eine Modellauswahl verfügbar sein.

Ist Mistral Vibe DSGVO-konform?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Der französische Anbieter und EU-Hosting als Standard sind relevante Faktoren. Verantwortliche müssen trotzdem Datenzweck, Rechtsgrundlage, DPA, Speicherfristen, Unterauftragsverarbeiter, Transfers und Zugriffsrechte für ihren konkreten Einsatz prüfen.

Trainiert Mistral mit meinen Chats?

Bei normalen Vibe-Konten ist die Nutzung von Ein- und Ausgaben für Training standardmäßig aktiviert. Nutzer können widersprechen. Enterprise ist standardmäßig vom Training ausgeschlossen. Freiwillig gesendetes Feedback unterliegt einer gesonderten Regel.

Kann ich Zero Data Retention für Vibe aktivieren?

Nein. ZDR gilt nicht für Vibe Work, Chat, Libraries, Agents oder Conversations. Es kann nur für bestimmte zustandslose Pay-as-you-go-API-Endpunkte beantragt werden.

Kann Vibe auf Gmail, Slack oder Google Drive zugreifen?

Ja, sofern der passende Connector verfügbar ist und der Nutzer ihn autorisiert. Berechtigungen sollten im angeschlossenen Dienst so eng wie möglich gesetzt werden.

Kann Vibe programmieren?

Ja. Der Code-Modus arbeitet im Web, in unterstützten IDEs und über die CLI. Remote-Agenten können Aufgaben in isolierten Umgebungen ausführen und Änderungen als Diff oder Pull Request bereitstellen.

Fazit: Aus Le Chat ist eine ernsthafte Arbeitsplattform geworden

Mistral Vibe ist kein bloß umbenannter Chatbot. Work, Code und Chat decken inzwischen Recherche, Dokumentarbeit, verbundene Geschäftsanwendungen und agentische Softwareentwicklung in einer Oberfläche ab. Besonders interessant ist die Kombination aus breiten Connectors, transparenten Werkzeugschritten, leistungsfähigem Coding und europäischem Anbieterhintergrund.

Der Datenschutzvorteil sollte dennoch präzise formuliert werden. EU-Hosting ist nicht gleich ausschließliche EU-Verarbeitung, Consumer-Daten sind ohne Opt-out grundsätzlich trainingsfähig und Vibe bietet kein Zero Data Retention. Wer diese Einstellungen bewusst verwaltet, Berechtigungen begrenzt und Ergebnisse kontrolliert, erhält eine vielseitige Alternative zu ChatGPT und Claude.

Offizielle Quellen

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Nico Nuss [Bildinhalt mit KI erstellt]

Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit Mobile Computing und Automatisierungssoftware. Seine langjährige Erfahrung und sein ausgeprägtes Interesse an Zukunftstechnologien bilden die Grundlage seiner Arbeit zu Robotik und künstlicher Intelligenz.

Recherche und Transparenz

Auswertung der aktuellen offiziellen Mistral-Produkt-, Dokumentations-, Preis-, Hilfe- und Datenschutzseiten; redaktionelle Einordnung der Umbenennung von Le Chat zu Vibe, der drei Modi, Tarife, Datenflüsse und Einsatzgrenzen. Variable Kontingente werden nur dort beziffert, wo Mistral konkrete Vergleichswerte veröffentlicht.

Quellen