Mit dem Luba 3 AWD hebt Mammotion die Navigation autonomer Mähroboter auf ein neues Niveau. Erstmals ergänzt ein leistungsstarkes Laserauge (Lidar) die Satelliten- und Kameranavigation. Das Ergebnis ist eine deutlich präzisere Orientierung, selbst in komplexen Gärten. Auf der CES 2026 stellte Mammotion gleich drei neue Modelle vor. Sie setzen auf mehr Sensorik, schnellere KI-Auswertung und eine vollständig kabellose Installation. Der Fokus liegt klar auf Sicherheit, Komfort und maximaler Flächenleistung.
Inhalt
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Wie navigiert der Mammotion Luba 3 AWD ohne Begrenzungskabel?
- 3 Laser-Navigation als zentrales Upgrade
- 4 KI, Kameras und Objekterkennung
- 5 NetRTK statt Basisstation und Begrenzungskabel
- 6 Allradantrieb und enorme Flächenleistung
- 7 Luba Mini 2 AWD und Yuka Mini 2 für kleinere Gärten
- 8 Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Luba 3 AWD nutzt erstmals Lidar zusätzlich zu GPS und Kameras
- Navigation ohne Begrenzungskabel dank NetRTK über Mobilfunk
- Allradantrieb bewältigt Steigungen bis 80 Prozent
- Flächenleistung je nach Akku bis zu 10.000 m² pro Tag
- Zwei neue Mini-Modelle für kleinere Gärten bis 1.000 m²
Der Luba 3 AWD kombiniert GPS, Kameras und ein 360-Grad-Lidar. Die Positionskorrektur erfolgt über Mobilfunkmasten (NetRTK), sodass keine Basisstation oder Begrenzungskabel nötig ist.
Der Mammotion Luba 3 AWD orientiert sich erstmals nicht nur per Satellit und Kamera, sondern auch per Laser. Das integrierte Lidarmodul erfasst seine Umgebung horizontal mit 360 Grad. Vertikal deckt es einen Winkel von 60 Grad ab. Dadurch erkennt der Mähroboter Hindernisse frühzeitig. Das System scannt Objekte bis zu 100 Meter Entfernung. Aus diesen Daten erstellt der Roboter eine dreidimensionale Karte des Gartens. Diese Technik verbessert die Planung der Mähwege deutlich. Gerade in verwinkelten oder stark bepflanzten Gärten zahlt sich das aus.
KI, Kameras und Objekterkennung
Neben dem Lidar kommen zwei Kameras mit Stereosicht zum Einsatz. Ein neuer KI-Prozessor wertet deren Bilder doppelt so schnell aus wie beim Vorgänger. Das erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit im Betrieb. Laut Mammotion erkennt der Luba 3 AWD rund 300 verschiedene Objekte. Dazu zählen Poolränder, Spielzeug und Haustiere. Hindernissen weicht der Roboter deutlich souveräner aus. Die Kombination aus Kamera, Lidar und KI sorgt für ein sehr stabiles Navigationssystem. Fehlerhafte Fahrmanöver werden so minimiert.
NetRTK statt Basisstation und Begrenzungskabel
Alle neuen Mammotion-Modelle verzichten auf klassische Begrenzungskabel. Auch eine stationäre RTK-Antenne ist nicht nötig. Die Positionskorrektur erfolgt über Mobilfunkmasten mittels NetRTK. Das vereinfacht die Installation erheblich. Nutzer müssen keine Kabel im Garten vergraben. Gleichzeitig bleibt die Positionsbestimmung sehr genau. Besonders bei großen Grundstücken ist das ein klarer Vorteil. Die Technik macht den Einstieg in die Roboterpflege deutlich komfortabler.
Allradantrieb und enorme Flächenleistung
Der Luba 3 AWD setzt auf einen kraftvollen Allradantrieb. Vier motorisierte Räder sorgen für maximale Traktion. Laut Hersteller bewältigt der Mähroboter Steigungen von bis zu 80 Prozent. Damit eignet er sich auch für Hanglagen. Je nach Akkuvariante mäht er zwischen 1.500 und 10.000 Quadratmeter pro Tag. Das macht ihn zu einem der leistungsstärksten Modelle am Markt. Der Einstiegspreis liegt bei rund 2.300 Euro. Dafür gibt es vier verschiedene Akkugrößen zur Auswahl.
Luba Mini 2 AWD und Yuka Mini 2 für kleinere Gärten
Für Flächen bis 1.000 Quadratmeter bringt Mammotion zwei kompaktere Modelle. Der Luba Mini 2 AWD nutzt ebenfalls Allradantrieb. Statt zwei kommen nun drei Kameras zum Einsatz. Auf Lidar verzichtet dieses Modell jedoch. Dafür sitzt die Mähscheibe näher am Gehäuserand. Das verbessert den Kantenschnitt deutlich. Der Preis startet bei etwa 1.500 Euro.
Der Yuka Mini 2 richtet sich an Einsteiger. Er soll besonders einfach zu bedienen sein. Nutzer können ihn direkt auf den Rasen stellen und starten. Es gibt zwei Navigationsvarianten. Eine kombiniert 360-Grad-Lidar mit Kamera. Die andere arbeitet mit drei Kameras. Preise nannte Mammotion bisher nicht.
Modellübersicht im Vergleich
| Modell | Navigation | Antrieb | Max. Fläche/Tag | Preis ab |
|---|---|---|---|---|
| Luba 3 AWD | GPS + Kameras + Lidar | Allrad | bis 10.000 m² | ca. 2.300 € |
| Luba Mini 2 AWD | GPS + 3 Kameras | Allrad | bis 1.000 m² | ca. 1.500 € |
| Yuka Mini 2 | Kamera oder Lidar + Kamera | 2WD | bis 1.000 m² | offen |
Fazit
Mit dem Luba 3 AWD setzt Mammotion ein klares Ausrufezeichen. Die Kombination aus Laserauge, KI und Allradantrieb bringt echte Vorteile im Alltag. Besonders große und anspruchsvolle Gärten profitieren. Auch die Mini-Modelle überzeugen durch einfache Installation und moderne Navigation. Wer einen leistungsstarken, kabellosen Mähroboter sucht, findet hier eine der spannendsten Neuheiten des Jahres.
Der Autor Nico Nuss beschäftigt sich seit 2001 mit den Themen Mobile Computing und Automation Software. Auf Grund seiner Erfahrung und dem starken Interesse für Zukunftstechnologien gilt seine Aufmerksamkeit den Themen Robotik und AI.
